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Der Neubau Psychiatrie: offen und transparent

Der Neubau liegt in direkter Anbindung an das bisherige Krankenhaus und erstreckt sich auf einer Grundfläche von 9200 Quadratmetern über vier Stockwerke, die sich organisch an den Hang schmiegen. Gartengeschoss und Sockelgeschoss liegen unterhalb der Ebene des jetzigen Krankenhauses; das Erdgeschoss verbindet beide Häuser mit einem neuen gemeinsamen Haupteingang. Darüber liegt ein Obergeschoss mit Dachterrasse für die Patienten.

Durch die geschwungene Form des Neubaus gelangt in alle Patientenzimmer viel Tageslicht. Dank Lichthöfen und großer Oberlichter sind auch die Gänge und Funktionsbereiche lichtdurchflutet. Schon in der Architektur spiegelt sich so die Idee der Transparenz einer offenen, auf Beziehung ausgerichteten Psychiatrie wider. Um suizidgefährdete Patienten zu schützen, wurden zugleich verschiedene Vorkehrungen getroffen: Eine flächendeckende Fußbodenheizung ersetzt Heizkörper; die Fenster in den Patientenbereichen sind zwar großflächig, lassen sich aber nur an zwei Spalten öffnen. Kleiderhaken lösen sich bei zu starkem Gewicht aus der Verankerung.

Im Neubau können Patienten mit psychischen Erkrankungen vom Kind bis zum alten Menschen umfassend versorgt werden, denn neben der Erwachsenenpsychiatrie ist auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie der Johannes-Diakonie Mosbach untergebracht. Zugleich wird die komplette Behandlungskette angeboten: Als erste Anlaufstelle für die Patienten dient die Ambulanz; Patienten in akuten Krankheitsphasen werden auf den vier Stationen von kompetenten Ärzten, Psychologen, speziell ausgebildeten Pflegekräften und Therapeuten versorgt. Patienten, die eine vollstationäre Behandlung nicht benötigen, für die eine ambulante Behandlung aber (noch) nicht ausreicht, werden in den Tageskliniken (Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik, Psychosomatische Tagesklinik) therapeutisch begleitet; etwa Patienten mit depressiven Erkrankungen, mit Psychosen oder mit psychosomatischen Erkrankungen.

Für die verschiedenen Therapiebereiche sind im Neubau großzügige Räume entstanden: Zimmer für Arbeits- und Beschäftigungstherapie, Bewegungs- und Musiktherapie, Kognitives Training, Gruppen- und  Einzelgespräche sind bereit für die Patienten. Aber auch Aufenthaltsräume und Küchen für Haushaltstraining stehen zur Verfügung.

Für die Baukosten in Höhe von insgesamt 29,6 Millionen Euro hat das Land Baden-Württemberg knapp 17,5 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Der Main-Tauber-Kreis hat den Neubau mit mehr als 12 Millionen Euro unterstützt.

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Vom Grundstein zum fertigen Gebäude

Hier finden Sie einen Zeitrafferfilm, der das Gebäude langsam entstehen lässt.

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Was bisher geschah - Meilenstein