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09.02.2026

Nadine Liebenstein ist Demenzbeauftragte

Krankenhaus Tauberbischofsheim baut Unterstützung für Menschen mit Demenz weiter aus

Krankenhaus Tauberbischofsheim baut Unterstützung für Menschen mit Demenz weiter aus

Mit einem umfassenden neuen Unterstützungsangebot möchte das Krankenhaus Tauberbischofsheim die Versorgung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen weiter verbessern. Eine zentrale Rolle spielt dabei Nadine Liebenstein, die neue Demenzbeauftragte des Hauses. Sie ist nun erste Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um einen Krankenhausaufenthalt von Menschen mit kognitiven Einschränkungen.

„Menschen mit Demenz reagieren sensibel auf Veränderungen – ein Krankenhausaufenthalt kann sie schnell verunsichern“, erklärt Liebenstein. Ihr Ziel sei es, „eine Atmosphäre zu schaffen, die Orientierung, Ruhe und Sicherheit bietet“.

Der Bedarf ist groß: Schon kleine Veränderungen im Tagesablauf oder unbekannte Gesichter können Betroffene in Unruhe, Angst oder Verwirrtheit versetzen. „Genau hier setzen wir an“, so Liebenstein. Eine feste Bezugspflege, biografische Informationen der Patienten, vertraute Gegenstände und klar strukturierte Abläufe sollen helfen, die Zeit im Krankenhaus so schonend wie möglich zu gestalten.

Neue Angebote stärken Betroffene und Angehörige

Zum Maßnahmenpaket gehören unter anderem eine Angehörigensprechstunde, jeden Dienstag zwischen 17 und 19 Uhr. Hier beantwortet Nadine Liebenstein Fragen zum Umgang mit Demenz und unterstützt bei individuellen Herausforderungen. Auch neu: Das „Café Vergissmeinnicht“ – ein wöchentliches Begegnungs- und Aktivierungsangebot für Menschen mit Demenz – mit Gesprächen, Beschäftigung und Kaffee und Kuchen. Weiterhin sind die Angehörigen von Patientinnen und Patienten mit Demenz angehalten einen speziellen Biografiebogen auszufüllen und damit dem Personal des Krankenhauses wichtige Informationen zu Gewohnheiten, Vorlieben oder Ernährung weiterzugeben um die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen besser zu verstehen. Zusätzlich gibt es schon immer eine umfassende Unterstützung bei der Entlassung und Nachsorge. „Gemeinsam mit dem Sozialdienst begleitet das Team Angehörige bei organisatorischen Fragen wie Pflegegrad, Reha oder ambulanten Angeboten“, erklärt die Demenzbeauftragte Nadine Liebenstein.

Spezielle Ausbildung – und ein großes Anliegen

Die 32-jährige Nadine Liebenstein ist speziell für die Arbeit mit Menschen mit Demenz ausgebildet. Hierfür absolvierte die Gesundheits- und Krankenpflegerin eine spezielle Weiterbildung. Ihre Kompetenz spiegelt sich im neuen Konzept wider, das sie von Grund auf entwickelt hat. „Mir war wichtig, dass wir sowohl die betroffenen Patientinnen und Patienten als auch deren Angehörige entlasten. Schließlich tragen beide Seiten eine große Last“, sagt sie.

Auch Holger Kraft, Pflegedirektor des Krankenhauses Tauberbischofsheim, betont die Bedeutung des neuen Angebots, das sich durch den Demografischen Wandel bedingt an die neuen Anforderungen an Pflege anpasse. „Mit Nadine Liebenstein haben wir eine ausgewiesene Expertin, die unser Haus enorm bereichert. Ihre Angebote schaffen Sicherheit, Orientierung und spürbare Entlastung – genau das brauchen Familien in dieser herausfordernden Situation. Demenz ist längst ein zentrales Thema der Krankenhausversorgung. Wir wollen hier nicht nur Schritt halten, sondern Maßstäbe setzen.“

Ein übergreifendes Angebot für ein spezielles Krankheitsbild

Damit setzt das Krankenhaus ein klares Zeichen: Der Umgang mit Demenz braucht Zeit, Wissen und Verständnis. Als demenzsensibles Krankenhaus gehen wir zusammen mit unserer Abteilung für Geriatrie sowie der Abteilung für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in besonderem Maße auf diese Bedürfnisse ein.

 
 

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