09.04.2020

Ein Zeichen von Normalität angesichts von Corona-Zeiten: In der Abteilung für Chirurgie im Krankenhaus Tauberbischofsheim hat Anfang April Dr. Harald Straßburger die Nachfolge von Dr. Gerhard Schüder als Chefarzt der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie angetreten.
Sein Vorgänger Dr. Schüder, der seit Januar 2017 im Krankenhaus Tauberbischofsheim tätig war,
verabschiedete sich in den Ruhestand. "Die geplante feierliche Verabschiedung
und Einführung des neuen Chefarztes haben wir angesichts der Corona-bedingten
Kontaktbeschränkungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben", betont
BBT-Regionalleiter Thomas Wigant. "Aber wir freuen uns, dass dieser Wechsel
übergangslos und in guter Kontinuität stattfindet."
Spezialgebiet Viszeralchirurgie und Proktologie
Mit Dr.
Straßburger übernimmt ein im gesamten Gebiet der Allgemein- und
Viszeralchirurgie versierter und erfahrener Mediziner die Leitung der
Abteilung. Er verfügt über die Facharztbezeichnung Allgemeinchirurgie,
Viszeralchirurgie, spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie und deckt ein
breites Spektrum an operativen Eingriffen in offener und minimalinvasiver
Technik ab. Sein Spezialgebiet ist die gesamte Viszeralchirurgie also die
Eingriffe am Darm und den Bauchorganen sowohl bei gutartigen wie bei bösartigen
Erkrankungen, die Operation von Hernien (Leisten- und Bauchwandbrüchen) sowie
die Schilddrüsenchirurgie. Als Proktologe kümmert er sich außerdem um
Beschwerden im After- und Enddarmbereich, zum Beispiel bei Problemen mit dem
Stuhlgang oder Hämorrhoidalbeschwerden.
Chefarzt mit Erfahrung
Nach seinem
Medizinstudium in Mainz startete der heute 56-Jährige seine Facharztausbildung
zunächst im Kreiskrankenhaus Eschwege und wechselt später an die Städtischen
Krankenanstalten Idar-Oberstein. Hier war er seit 1996 als Oberarzt der
Allgemein- und Viszeralchirurgie tätig. 2003 übernahm er als Chefarzt die Abteilung
für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Kreiskrankenhäuser Tirschenreuth und
Waldsassen. Zuletzt war Dr. Straßburger als Chefarzt der Klinik für Allgemein-,
Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie des AMEOS Klinikums Alfeld und
Ärztlicher Direktor des Gesamtklinikums tätig. Außerdem hatte er den Vorsitz
der Fachgruppe Viszeralmedizin der AMEOS Gruppe inne.
Ansprechpartner für alle chirurgischen Krankheitsbilder
Mit seinem
Wechsel nach Tauberbischofsheim will der neue Chefarzt einerseits die
chirurgische Grund- und Regelversorgung sichern, zugleich will er die Chirurgie
im Krankenhaus Tauberbischofsheim als ersten Ansprechpartner für chirurgische
Krankheitsbilder jeder Art profilieren. "Die Patienten können sich mit allen
chirurgischen Fragestellung vertrauensvoll an uns wenden. Als erste
Anlaufstation kümmern wir uns um die Diagnostik und übernehmen ein breites
Spektrum an offenen und laparoskopischen Eingriffen, denn wir können hier im Krankenhaus
Tauberbischofsheim einen großen Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie -
und gemeinsam mit dem Kollegen Rastani -
auch der Unfallchirurgie abdecken." Angesichts der aktuellen Vorgaben werden
während der Corona-Pandemie allerdings nur medizinisch dringliche und
unaufschiebbare Operationen durchgeführt.
Enger Austausch mit niedergelassenen Ärzten
Darüber
hinaus strebt Dr. Straßburger eine enge Kooperation mit der Chirurgie im
Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim an. Auch ein guter Kontakt zu den
niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region ist ihm wichtig. "Ich
möchte Partner der niedergelassenen Ärzte sein und jederzeit für deren Fragen ansprechbar.
Eine gute Kommunikation über gemeinsame Patienten erleichtert die
Zusammenarbeit. Und wie wichtig dies ist,
spüren wir gerade in schwierigen Zeiten wie diesen."